Sasel
Der Hamburger Stadtteil Sasel gilt als Wohnviertel der Eigenheime. Aufgrund der fast einheitlichen Bebauung weist das Stadtbild einen eher geschlossenen Charakter auf. Relikte des einstigen holsteinischen Dorfes sind neben der Mellingburger-Schleuse aus dem 16. Jahrhundert das Schleusenmeisterhaus aus dem Jahr 1717 als ältestes Gebäude im Stadtteil. Backsteinrote Bauten rund um den Saseler Markt sowie vereinzelte Überbleibsel aus der Gutsherrenzeit wie der „Annenhof“ am Saselberg lassen ebenfalls die ehemals dörfliche Struktur erkennen. Der Erhalt dieser Bauten ist den Bewohnern sehr wichtig, so wurde der ehemalige Kuhstall und ein gründerzeitliches Herrenhaus des Saselhofes mit viel Engagement erhalten und beherbergen heute das „Sasel-Haus“ als kulturellen Mittelpunkt sowie eine Kindertagesstätte. Neben verschiedenen sozialen und kulturellen Angeboten im Stadtteil sorgt ein reichhaltiges Angebot an idyllischer Natur für viele Freizeitmöglichkeiten und Erholung pur. Ein Gedenkstein am Feldblumenweg erinnert an die dunkle Seite der deutschen Geschichte: im Jahr 1944 wurde eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme am Feldblumenweg errichtet.
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