St Pauli
Die Reeperbahn bildet das Zentrum eines der bekanntesten Rotlichtviertel der Welt: St. Pauli. Die Reeperbahn selber ist etwa 930 Meter lang.
Sie befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Großen Freiheit und des Hans-Albers-Platzes. Und auch der Spielbudenplatz mit der Davidwache und dem Panoptikum ist hier zu finden. Im Süden der Reeperbahn verläuft noch die Herbertstraße. Es handelt sich dabei um die bekannte Bordellstraße, die nur zu Fuß und hinter zwei Sichtblenden betreten werden darf – bekanntermaßen nur von erwachsenen Männern. Mit dem Spielbudenplatz wusste die Stadt Hamburg lange Zeit nicht so recht, was man mit dieser Straße tun sollte. In den 60er Jahren wurden hier Pavillons errichtet, in denen Fast-Food-Restaurants und kleine Geschäfte ihre Pforten eröffneten.
Aufgrund der Sicherheitsprobleme und der schlechten hygienischen Bedingungen schlossen die Geschäfte aber schnell wieder. Die Geschäftsräume konnten nicht wieder vermietet werden und so wurden die Pavillons Ende der 1980er Jahre wieder abgerissen. Lange Zeit lag die Fläche wieder brach, bevor 2006 zwei Bühnen eröffnet wurden. Der Bau kostete stattliche 9,7 Mio. €. Leider wirkt der Spielbudenplatz immer noch karg, da auf den Bühnen nur selten Veranstaltungen stattfinden. Auch das Operettenhaus liegt auf dem Spielbudenplatz. Hier gastierten schon Cats, Mamma Mia und "Ich war noch niemals in New York“. Seit Herbst 2010 wird hier Sister Act, ein Musical, aufgeführt. Der in der Nähe der Reeperbahn liegende Beatles Platz erinnert an die bewegte Zeit, die die Beatles hier in Hamburg verbrachten, bevor ihre Weltkarriere begann. Auch bekannt ist die Große Freiheit mit der Hausnummer 7 aus dem gleichnamigen Film. Damit wurde Hans Albers zu einer Hamburger Ikone, die mit einer Statue auf dem Hans-Albers-Platz geehrt wird. Und auch neuere Künstler konnten sich hier verewigen. So wurde beispielsweise Udo Lindenberg der einzige Stern auf der Reeperbahn zuteil.

