Hochwasser
09.11.2007 - Hamburg ist von einer großen Zahl von Kanälen durchzogen, was bei normalem Wetter zu einem schönen Anblick der zahlreichen Wasserstraßen und Brücken führt.
Unangenehm bis gar gefährlich wird es, wenn eine Warnung vor Hochwasser oder einer Sturmflut vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ausgesprochen wird. Bei einem Mittleren Hochwasser (MHW) liegt der zu erwartende Wasserstand bei ca. 2,0 Meter über Normalnull (NN). Bei einer Sturmflutwarnungen hingegen rechnet man mit Wasserstände über NN + 4,50 Metern. Begründet sind Sturmfluten in sehr starken Winden, die auf die Küste zuwehen. Stehen diese an, kann man über die Radiosender, den Sturmflut-Ansagedienst, die Automatische Ansage über Wasserstände am Pegel St. Pauli, den Sturmflutwarndienst des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie und die Hamburg Port Authority Informationen über die voraussichtlichen Wasserstände bekommen. Sind durch eine Sturmflut Leib und Leben in Gefahr, dann wird zusätzlich und rechtzeitig vor dem Eintreten einer Sturmflut Warnungen durch Rundfunkdurchsagen, Böllerschüssen und sofern erforderlich, auch durch örtliche Lautsprecherdurchsagen und Sirenen vor den Gefahren gewarnt. Daneben bestehen Evakurierungspläne, die in einigen Bereichen erforderlich sind. Stellen weise gibt es besonders gefährdete Bereiche, in denen Deichüberströmungen oder der Deichbruch wahrscheinlich sind. Alle Haushalte in einem solchen Gebiet verfügen über spezielle und detaillierte Unterlagen für den Evakuierungsfall. Diese Unterlagen werden durch die Bezirksämter und die Behörde für Inneres verteil. Wenn am Hamburger Hafen ein Wasserstand von mehr als NN + 6,50 Metern erwartet, dann müssen hier die Bewohner ihre Unterkünfte und Wohnungen verlassen.

